| Georg von Wergenthin, Komponist | Manuel Rubey |
| Anna Rosner, bürgerliches Mädchen | Katharina Straßer |
| Josef Rosner, ihr Bruder | David Oberkogler |
| Vater Rosner | Toni Slama |
| Bermann, Schriftsteller | Marcello de Nardo |
| Alter Dr. Stauber, Arzt | Paul Wolff-Plottegg |
| Dr. Berthold Stauber, Abgeordneter | Gerrit Jansen |
| Eine reiche jüdische Familie: | |
| Vater Salomon Ehrenberg | Rainer Frieb |
| Mutter Ehrenberg | Marianne Nentwich |
| Else Ehrenberg, Tochter | Ruth Brauer |
| Therese Golowski, junge Sozialistin | Nike van der Let |
| Sissy Wyner, Salondame | Karin Kofler |
| Stanzides, Offizier | Alexander Rossi |
| Pianistin Eißler | Maria Happel |
Regie: Maria Happel
Bühne: Peter Loidolt
Kostüme: Erika Navas
Licht: John Lloyd Davies
Nach den vielen Schnitzler-Produktionen, die bei den Festspielen Reichenau im Verlauf von zwanzig Jahren gezeigt wurden, wird diese Romanbearbeitung insbesondere ein JUNGER SCHNITZLER sein. Ein Stück, in dem junge Menschen und ihre Lebenspläne im Mittelpunkt stehen. Die Konzentration auf die eigene Karriere, die einen „Weg ins Freie“ ohne feste Bindung und Verantwortung als den richtigen Weg erscheinen lässt. Es geht um Freundschaften zwischen jungen Menschen, wie sehr diese durch gesellschaftliche, moralische und politische Vorurteile belastet sein können, und wie sehr sie auch in dieser Richtung den „Weg ins Freie“ suchen, wo man ungestört für die eigene Ideologie leben kann.
Stefan Slupetzky hat aus seiner persönlichen Perspektive als Wiener Schriftsteller mit jüdischen Wurzeln eine sehr engagierte Bühnenfassung aus Schnitzlers Roman der Wiener Fin-de-siècle-Gesellschaft in einer eskalierenden politischen Situation gemacht. Wo sich nach außen derb und aggressiv die Auseinandersetzungen der Parteien im Parlament und auf der Straße abspielen, herrscht im privaten Raum der stille Schwebezustand zwischen Lüge, Unentschlossenheit und Hoffnung.
Erfolgreiche, junge Schauspieler, wie Manuel Rubey und Katharina Straßer, die sich gerade auf einem bemerkenswerten Weg ihrer Karriere befinden, werden erstmals bei den Festspielen Reichenau in den Hauptrollen zu sehen sein, umgeben von einem Ensemble von bekannten Größen, die man so gerne hier auf der Bühne sieht.
Maria Happel wird erstmals Schnitzler inszenieren, was nach ihren ausgezeichneten Arbeiten an Nestroy und Doderer viel erwarten lässt – und sie wird auch wieder mitspielen!